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Die C.200 „Saetta“ (Pfeil) war ein einsitziger
Jäger des italienischen Herstellers Aeronautica Macchi (sprich: Macki),
ausgelegt als freitragender Ganzmetalltiefdecker mit einziehbarem Fahrwerk,
Erstflug 1937.
Eingesetzt wurde die C.200 anfangs im Abessinienkrieg, später zur
Heimatluftverteidigung und ab 1942 überwiegend nur noch zur Schulung. Die
Saetta wurde von einem FIAT 14-Zylinder Doppelstern mit 870 PS angetrieben. Nach
nur 1.153 gebauten Exemplaren gaben die Italiener den Sternmotor als Jägerantrieb
aber auf und nutzten für die Nachfolgemuster Lizenzfertigungen des deutschen DB
601 / 605 V12.
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Dennoch war die C.200 eine fortschrittliche
Konstruktion ihrer Zeit (sie soll im Sturzflug bereits 800 km/h erreicht haben,
mit offenem Cockpit !!), der die Macchi-Ingenieure einige Besonderheiten mitgaben:
Um das Drehmoment des Motors auszugleichen, hatte die linke Fläche 20 cm mehr
Spannweite.
Dazu wählte man ein modernes Profil mit sehr engem Nasenradius und
weit zurückliegendem Druckpunkt. Das Profil war wohl extrem widerstandsarm und
damit verantwortlich für die guten Flugleistungen der C.200.
Den Motor legten
die Ingenieure ungewöhnlich tief unter die optische Mittelachse des Flugzeuges,
vermutlich um die Massenkonzentration auf einer Linie zu halten (Wendigkeit)
und dem Piloten beim Rollen am Boden eine bessere Sicht zu ermöglichen. Auch
für die Ölkühlung, über die bei Sternmotoren sehr viel Wärme abgeführt werden
muss, hatte man eine spezielle Lösung: Um einen separaten Ölkühler zu sparen,
bestand der Einlaufring der Motorhaube aus Messinglamellen, auf deren Rückseite
das Motoröl im Kreis gepumpt wurde. Natürlich durften die Messinglamellen nicht
lackiert werden, weshalb man den „goldenen Nasenring“ bei allen C.200 sieht!
Mir gefiel dieser etwas andere Jäger auf Anhieb,
und da ich immer schon vorhatte, ein Unikat als eigene Konstruktion auf die Beine
zu stellen, war die C.200 gerade recht:
Es gibt davon weder Baupläne noch gar
Baukästen, ARF’s sowieso nicht. Den 75 ccm SAITO 3-Zylinder Stern hatte ich
günstig erworben, Dokumentationsunterlagen waren ausreichend vorhanden, also
ging es 2008 mit dem Zeichnen los.
Der Motor gab mit Leistung und Abmessungen
den Maßstab 1:4,3 vor, das würde 240 cm Spannweite ergeben. Im Winter 2010/2011
wurde es dann konkret: Eine Kasten-/Fachwerkkonstruktion aus Balsa-Sperrholz-Sandwichplatten
nimmt die Hauptkräfte (Motor, Flächen, Fahrwerk) auf, die Fläche ist bis zum
Fahrwerk fest mit dem Rumpf verbunden, der hintere Rumpf ist ein
Stäbchen/Fachwerkaufbau, die äußeren Flächen sind in Styro/Balsa ausgeführt und
über Steckungsrohre verbunden. Eine dünne Balsabeplankung über den formgebenden
Spanten und Rippen ergibt die äußere Hülle.
Das Fahrwerk ist ein Mix aus Elementen bekannter
Einziehfahrwerkshersteller, pneumatisch eingezogen werden die Beine vollständig
von vier Klappen abgedeckt. Der Motor läuft nach gewissen
Anfangsschwierigkeiten (4 frustrierende Erstflugversuche!) jetzt top, eine 23 x
10 Holzschraube bringt er auf 6.000 UpM, das garantiert originalgetreues
Flugbild und echten Warbird-Sound. Profil und aerodynamische Grunddaten entsprechen
dem bei Scale-Warbirds üblichen Standard, daher flog die C.200 von Anfang an
problemlos und mit minimalen Trimmkorrekturen. Vier Spreizklappen, insgesamt
120 cm breit, verringern die Landegeschwindigkeit enorm, was bei 15 kg
Lebendgewicht aber auch nötig ist.
Der Pilot übrigens muss bei mir echtes Jobsharing
machen: Wenn er nicht in der C.200 sitzt, ist er für die Fokker DR 1 verantwortlich!
(weitere Bilder befinden sich in unserer "Galerie / Modelle")
P.S. Die schönen Bilder des fertigen Modells hat Vereinskamerad Jens Schrader geschossen - danke !!
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