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PT-19, die Klemm 35 der Amerikaner, der Nachfolger der legendären PT-17 Boeing Stearman, der Trainer, auf dem fast alle amerikanischen und viele der alliierten Piloten im 2. Weltkrieg ihre Anfängerschulung absolviert haben.
Mein Modell der PT-19 entstand im letzten Winter als Verlegenheitslösung, da ein anderes Projekt sich stark verzögert hatte und daher etwas preiswertes, zu einem vorhandenen 65er 4T passendes auf den Bautisch kommen sollte. Ein ARF kam nicht in Frage, da (s.o.) ja die Winterabende gefüllt werden mussten. Auf der Homepage der kleinen deutschen Firma Wood Classics entdeckte ich dann besagte PT-19 als Frästeilesatz (Spanten, Rippen, Formteile) zu einem recht angenehmen Preis.
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Mit 1,75 m Spannweite sollte das ein schon fast erwachsenes Flugzeug ergeben. Als Maximalmotorisierung waren 11 ccm 4T angegeben. Der Baukasten enthielt außerdem eine ausführliche Stückliste, einen Plan mit allen nötigen Maßen und – keine Bauanleitung.
Der Bau ging dennoch ohne größere Probleme vonstatten, die meisten der noch zu ergänzenden Hölzer (hauptsächlich Leisten und Beplankungen) sowie die Bespannfolie hatte ich im Vorrat.
An so einem Selbstbaumodell kann man natürlich an einigen Stellen individuelle Verbesserungen vorsehen. So erhielt mein Modell den für alle US-Trainer typischen zentralen Pylon auf dem Rumpf (als Überschlagschutz gedacht, kann für ein Modell u.U. auch nützlich sein!), originalgetreue Spreizklappen als Landehilfe und dem Original entsprechende Federbeine.
Letztgenannte „Verbesserung“ hat sich aber nicht bewährt. Die Räder kommen damit zu nah an den Schwerpunkt, so dass ich wieder auf das im Plan vorgesehene Drahtfahrwerk umgerüstet habe. Alles andere hat sich aber als funktionell und hilfreich erwiesen.
Damit der Motor vollständig unter der Haube verschwinden kann, habe ich ihm eine on-board Glühung mit Extra-Akku spendiert.
Trotz allem ist das Modell mit 3700 g noch etwas unter der Gewichtsangabe des Herstellers geblieben.
Die PT-19 lässt sich mit Halbgas starten und braucht zum sicheren Fliegen kaum mehr. Mit Vollgas lässt sich ein Looping mit wirklich großem Durchmesser an den Himmel zaubern, aber Geschwindigkeit und Motorgeräusch sind dann eigentlich nicht mehr scalemäßig.
Am meisten Spaß machen die Landungen mit ausgefahrenen Klappen – und mit dem nachgebesserten Fahrwerk sollten die künftig auch ohne Kopfstand möglich sein! ;-)
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